Wie aus 10 m² ein Traum-Babyzimmer wurde – Waldtiere & natürliche Farben
- LisaVöhringer

- vor 4 Stunden
- 10 Min. Lesezeit

Früher sind wir im Schnitt alle 2 Jahre umgezogen - nun wohnen wir seit über 5 Jahren im eigenen Haus und statt umzuziehen werden die Räume im Haus regelmäßig an die sich wandelnden Bedürfnisse angepasst. Mit unserem Schlafzimmer z.B. ziehen wir in Kürze zum zweiten Mal um - lustigerweise wieder in den ursprünglichen Raum zurück (der inzwischen ein richtiger Raum ist und keine offene Galerie mehr). Doch es gibt einen "Raum" im Haus, der wohl den größten Wandel durchlaufen hat:
Als wir das Haus übernahmen war es ein begehbarer Kleiderschrank, angrenzend ans Schlafzimmer. Keine 10m² groß mit starker Schräge, keinem Heizkörper oder Fenster - eine Ankleide eben.
Da wir allerdings das angrenzende Zimmer nicht als Schlafzimmer, sondern als Arbeitszimmer für mich einrichteten wurde aus der Ankleide ein kleines Büro. Mit der Zeit stellten wir fest das es ganz schön kalt im Winter wurde und als wir unten das Bad sanierten, ließen wir daher im Büro einen kleinen Heizkörper einbauen.
Soweit alles perfekt, bis wir uns entschieden noch ein weiteres Kind zu bekommen...
Und hier ging der Hausinterne Umzug los: Das Büro wechselte nach unten in das zu klein gewordene Kinderzimmer unseres Ältesten (fast 18), der kurz zurvor den Hobbyraum im Keller als Zimmer bezogen hatte. Unser Schlafzimmer kam ins Zimmer neben der ehemaligen Ankleide/Büro und mein Arbeitszimmer tauschte den Platz mit dem ehemaligen Schlafzimmer. Damit aber der Arbeitsbereich Kindersicher war, mussten wir hierzu noch die bisher offene Galerie mit einer eingezogenen Wand und Tür schließen.
Und was wurde nun aus der Ankleide bzw. dem Büro? Das neue Babyzimmer!
Aber halt, fehlt da nicht noch was? Ja genau - ein Fenster!
Also haben wir kaum das der Plan fürs Baby gefasst war noch ein großes Dachfenster eingebaut.
Wie oben erwähnt ist der Raum zwar nun ein richtiger Raum, aber keine 10m² groß und mit einer zielich starken Dachschräge.
Die Raumnutzung stellte also eine ganz schöne Herausforderung dar. Wo kommt ein Bett hin, wo ein Kleiderschrank und der Wickeltisch? Klar war, die Einrichtung muss so platzeffizient wie möglich sein und so wenig Raum wie möglich einnehmen, damit das kleine Zimmer auch noch ein Zimmer ist.
Unser erster Trick: Den Kniestock im Zimmer ausbauen zu einer kleinen Kuschelhöhle.
Was heißt klein - wir haben ihn auf ca. 2,5m länge ausgebaut und die Holztür die vorher den Kniestock verschloss einfach ausgehängt. Und schon kamen wir rechnerisch doch noch auf 10m².
Wenn du dich eher für das Waldtier-Thema im Kinderzimmer, als für den Umbau interessierst kannst du ach glaich zum Dekoteil hüpfen und HIER klicken.
VOM BEGEHBAREN KLEIDERSCHRANK ZUM BABYZIMMER
Aber lass mich dir das ganze mit ein paar Bildern zeigen:
So sah der Raum bei unserem Einzug aus - eine begehbare Ankleide mit Holzständerwand, ohne Fenster und Heizkörper.

Leider kann ich gerade keine Bilder vom Büro finden, sondern nur welche kurz vor dem Auszug des Büros (Chaosfotos also bitte entschuldigen so mitten im "Umzug"):

Nachdem der Raum leer war konnten wir mit der Renovierung beginnen.
Die Holzständerwand links und an der Stirnseite wurden gedämmt und verkleidet, neue Steckdosen gelegt, der Kniestock auf 2,5m länge zur Kuschelhöhle ausgebaut, neue Sockelleisten gelegt und alle Wände gestrichen. Die Einbaustrahler wurden durch dimmbare und energieeffizientere LED-Strahler ersetzt, also wirklich "alt" blieb nur der Boden und die Glastür.
AUSGEBAUTER KNIESTOCK zur Kuschelhöhle
Der Kniestock wurde gedämmt, Wände und Boden verlegt, weiß gestrichen und links neben der Wand einen Lichtschalter und Steckdose eingebaut. Die Holztür die den Kniestock vorher verschlossen hatte ausgehängt.
links vorher - rechts nachher
Damit es in der Kuschelhöhle auch schön bequem ist habe ich nach langem Suchen passende Matratzen* gefunden die fast perfekt gepasst haben und nur einen ganz kleinen Streifen des Bodens nicht bedecken.
Und an die Wand links neben dem Eingang kam noch ein süße kleine Holzwandlampe. Ein kleiner Fuchs der die Kuschelhöhle bewohnt.
Damit das Licht nicht nur dahinter sondern auch hindurchscheint habe ich den Fuchs so designt das der Augen- und Ohrenbereich als Lichteffekt frei bleibt.
Diese Lampe habe ich mit dem Laser geschnitten und graviert, einen kleinen Holzsockel für die Lampenfassung hinten angeleimt und dann an der Wand fixiert.
Die Anleitung zur Wandlampe findest du HIER
Kaufe dir schnell und einfach die SVG-Datei für deinen Laser:
In der Zwischenzeit nahm der restliche Raum langsam Form an...
Die Holzständerwand an der linken Seite und die Stirnseite wurden gedämmt und bodentief verkleidet - der Raum weiß gestrichen, damit er schön hell und möglichst groß wirkt.
Entwicklung von links nach rechts
Und dann war es soweit, der Raum war fertig renoviert und nun konnte ich so richtig loslegen mit dem planen und einrichten.
FARBE? JA KLAR!
Nur nicht zu viel und zu knallig oder dunkel....
Eine Wand wollte ich in einem warmen, hellen Farbton streichen, der Rest auch die Möbel sollten weiß sein, mit kleinen Naturholzakzenten um den Raum warm und gemütlich zu machen.

Da ich das Kinderzimmer möglichst hell und schlicht einrichten wollte um auch hier wieder den Raum möglichst luftig und groß wirken zu lassen habe ich mich dafür entschieden nur ein Wand (links) zu streichen und zwar in einem hellen altrosa. Ohje, ich glaube so lange habe ich noch nie im Baumarkt gestanden und hin und her überlegt. Am Ende hab ich nachgegeben (immerhin hatte ich ja schon alles andere geplant und entschieden) und den Farbton gekauft der meinem Mann am besten gefallen hat. Er fand das dürfte jetzt bei nem Mädchen schon ein deutliches rosa sein.
Aber ich bin ganz ehrlich nachdem ich fertig war mit dem streichen (Ja, ich streiche in diesem Haushalt, auch schwanger ;-)) und das Licht am nächsten Tag auf die Farbe fiel - da sah das rosa dann ganz anders aus und ich war tagelang versucht es nochmal in einem anderen Ton zu überstreichen.
Das A und O beim streichen von nur einer Wand - das richtige Malerband* damit man richtig schöne saubere Kanten bekommt und natürlich sauber und akurat abkleben sowie ein paar weitere kleine Tricks die ich dir HIER zeige.
DIE RICHTIGE AUSWAHL DER MÖBEL

Um den Raum möglichst groß wirken zu lassen plante ich alle Möbel (mit Ausnahme vom Bett) an der Stirnseite des Raumes zu platzieren. Links einen möglichst deckenhohen Kleiderschrank, daneben die Wickelkommode (die sich später zu einem Tisch umbauen lässt) und im engsten Bereich unter der Dachschräge eine Sitzbank mit viel Platz für die ersten Spielsachen.
Das Kinderbett sollte quer an die Wand zu unserem Schlafzimmer (Bild oben rechts) kommen (dann ist das Baby nur einen Schritt von unserem Bett entfernt) und später passt ein 90x200 cm Bett problemlos noch an die Wand unter die Dachschräge.
Zwar entsprach die ausgesuchte Wickelkommode nicht genau meinen Vorstellungen, war allerdings die einzige die in Kombination mit Kleiderschrank und Sitzbank eine bündige Front ergab - und das war mir wichtig, das da (außer der Wickelauflage) nichts herausragt sondern alle drei Möbelstücke gleich tief waren (die Sitzbank nicht ganz, aber die lies sich nach vorne schieben).
Da weiß auch nicht immer weiß ist - wollte ich Möbel die sich so ähnlich wie nur möglich sahen und die entsprechende Auswahl gabs dann am Ende nur beim Schweden.
Hier eine Liste der Möbel:
SMASTAD/PLATSA Kleiderschrank und als Ergänzung damit es Deckenhoch wurde:
einen kleinen PLATSA Korpus

Für den oberen Teil des Kleiderschranks hatten wir zwar die passende Tür gekauft, haben uns dann aber dafür entschieden diesen Teil offen zu lassen.
Hier habe ich diese süßen kleinen Hasenboxen super untergebracht und daher auch gleich noch den dazu passenden Schmutzwäschesack besorgt.
Die beiden letzten größeren Möbelstücke kamen in die andere Raumhälfte unter die Dachschräge - das Babybett, und einen bequemen Schaukelstuhl.
KINDERZIMMER THEMA - WALDTIERE
Nachdem ich (eigentlich direkt zu Beginn) den Plan gefasst hatte einen Teil des Kniestocks zu einer Kuschelhöhle auszubauen, war direkt klar welches Thema das Babyzimmer bekommen sollte - Waldtiere.
Denn so eine kleine Bärenhöhle oder ein gemütlicher Fuchsbau - das passte doch einfach perfekt zum Thema Waldtiere, noch dazu wenn man mitten im Schwarzwald wohnt ;-)
WANDDEKO
Ganz nach dem Motto - weniger ist mehr - habe ich auch bei der Deko darauf geachtet nicht nur dem Thema Waldtiere treu zu bleiben, sondern auch mit warmen, hellen Farben und Naturholz zu arbeiten.
MÖBELGRIFFE
Begonnen habe ich mit den Griffen für die Möbel und das Babybett. Hier habe ich gar nicht erst die dazu gehörenden Griffe vom Schweden mitgekauft, sondern mir runde, hölzerne Griffe* bestellt die ich mit meinen Waldtiermotiven belasern konnte.

Wer keinen Laser hat findet online aber auch bereits fertige Möbelgriffe passend zum Thema Waldtiere:
WANDLAMPEN
Passend zum Design der Holzgriffe hab ich mich an die Wandlampen fürs Kinderzimmer gemacht. Da in der Decke ja bereits Strahler eingebaut waren, brauchte eigentlich wirklich drigend nur die ausgebaute Kuschelhöhle im Kniestock Licht - ein weiteres kleines Licht wollte ich über dem Bett. Nicht zu hell, eher als Nachtlicht bzw. fürs nächtliche Füttern und Wickeln.
Ein kleiner Fuchs der die Kuschelhöhle bewohnt - die erste Wandlampe.
Damit das Licht nicht nur dahinter sondern auch hindurchscheint habe ich den Fuchs so designt das der Augen- und Ohrenbereich als Lichteffekt frei bleibt.
Diese Lampe habe ich mit dem Laser geschnitten und graviert, einen kleinen Holzsockel für die Lampenfassung hinten angeleimt und dann an der Wand fixiert.
Eine handgefertigte super süße Holzwandlampe im Fuchsmotiv findest du HIER*
Für die Wandlampe über dem Bett habe ich mich für einen Bären entschieden.
Und um den Platz über dem Bett noch effektiv zu nutzen habe ich die Wandlampe in ein kleines Holzregal integriert. Eigentlich ein Gewürzregal vom Schweden*, von dem wir noch ein paar aus der alten Küche übrig hatten ;-)
Die Anleitung für den Bären aus Strickschlauch findest du HIER
Die Anleitung für das Wandregal mit integrierter Bärenlampe findest du HIER
Eine handgefertigte Holzwandlampe mit Bärenmotiv zum kaufen findest du auch HIER*
HOLZRAHMEN FÜR LICHTSCHALTER & STECKDOSEN
Auch hier habe ich das Thema Waldtiere und helles Holz aufgeriffen und den beiden Steckdosen und dem Lichtschalter im Kinderzimmer einen kleinen Dekorahmen verpasst - super süß im Bären-, Fuchs- und Hasen-Motiv:
Als unsere kleine Maus etwas größer wurde - sie bekommt jetzt bald ein Bodenbett (da bauen wir das alte IKEA KURA Hochbett vom großen Bruder um) hat sie nicht nur sein Bett, sondern auch die passende Nachttischlampe fürs Zimmer "vererbt" bekommen - und zwar diese IKEA Hack Pilzlampe in Fliegenpilzoptik:
Die Anleitung dazu findest du HIER
POSTER UND WANDSTICKER
An die rosa Kinderzimmerwand kamen als schnelle Waldtier-Deko noch ein paar passende Wandposter in A3.

Die entsprechenden Poster zum ausdrucken findest du hier in einem Online-Shop:
Alternativ passen aber auch diese Waldbilder toll zum Thema Waldtiere:
Die Wand über dem Wickelbereich habe ich dan noch mit ein paar dezenten Wandstickern versehen, Blätter, Blüten und Pilze - als perfekte Naturergänzung im Kinderzimmer:

Die genau gleichen Wandsticker konnte ich leider online nicht mehr finden - diese hier* sind aber sehr ähnlich.
KISSEN & TEXTILIEN
Passend zur Kuschelhöhle und dem Kinderzimmer im Waldtier-Thema habe ich diese super süßen Kissenhüllen gefunden. Reh und Waschbär durften direkt auf der Sitzbank Platz nehmen, der Bär lag anfänglich als Deko im noch unbenutzen Babybett und durfte dann in die Kuschelhöhle einziehen.
Die Sitzauflage der Bank habe ich in grau mit weißen Punkten ausgesucht und damit es ein einheitliches Farbkonzept und dadurch Ruhe ergibt auch die Bettlaken, Körbe und den Teppich vor dem Kinderbett in grau ausgewählt.
Die DIY-Anleitung für den Holzspielbogen mit Makramee-Elementen findest du HIER
KÖRBE & AUFBEWAHRUNG
Auch hier habe ich darauf geachtet dem Thema Waldtiere treu zu bleiben und mit hellen, dezenten Dekostücken zu arbeiten (so sieht man sich auch nicht zu schnell satt und kann es später auch noch benutzen). Aufbewahrungskörbe im Schrank, Wäschesack und der kleine Aufbewahrungskorb am Babybett - alle aus der selben Designlinie (H&M).
Alternativ kannst du aber z.B. auch einen passenden kleinen Babybettkorb selber häkeln - den hatte ich am Anfang am Babybalkon* nebem unserem Bett:

Auf das Wandboard über dem Wickeltisch habe ich einen Korb in Form einer Eichel gestellt, wo Dinge Ihren Platz finden die das Baby/Kleinkind nicht erreichen sollte (Fieberthermometer...), daneben in einer super süßen Bärenform ein Nagelpflegeset* fürs Baby.
Die Wickelunterlage* liebe ich total, denn da unser Baby super gerne direkt nach dem Windel abnehmen lospinkelt kann ich hier ganz einfach und schnell mit einer Hand das nasse kleine Handtuch* tauschen, und habe viel weniger Schmutzwäsche. Die Windel kommt daneben in den Windeleimer* (der super dicht schließt ohne Geruch und aber nur eine ganz normale Mülltüte benötigt)
KLEIDERBÜGEL
Und natürlich passte dann das ausgewählte erste Outfit auch zum Thema - ein süßer kleiner Bären-Look. Passend im Schrank aufgeräumt mit den passenden Kleiderbügeln (extra klein) mit Bär und Fuchs-Motiv:

Die Anleitung für die Makramee-Schnullerkette findest du HIER
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